Dipl.-Päd. Michael Maas
In Ostwestfalen geboren und aufgewachsen, bin ich nach dem Abitur und kurzen Intermezzi in Saarbrücken und Stuttgart schließlich in Tübingen gelandet, um an der dortigen Universität zunächst Französisch, Politologie und Pädagogik fürs Lehramt zu studieren. Bei einem ersten studienbegleitenden Praktikum in einem Integrationskindergarten im Jahre 1980 wurde mein Interesse für die Arbeit mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen aufgrund ihres Handicaps entfacht. Daraus entwickelte sich fortan ein Studien- und anschließender Arbeitsschwerpunkt im Schnittmengenbereich von Sozialpädagogik, Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie, den ich zum einen im Rahmen der Theorie-Praxis-Vermittlung über mehr als zwei Jahrzehnte am Institut für Erziehungswissenschaften in Innsbruck lehrte und zum anderen in meiner praktischen Tätigkeit in einer pädagogisch-therapeutischen Wohngruppe als „Psychoanalytischer Sozialarbeiter“ nachging. Seit 2009 bin ich in Stuttgart-Degerloch als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut niedergelassen.
In meiner Supervisions- und Fortbildungstätigkeit möchte ich mein breites interdisziplinäres Wissen und meine langjährige berufliche Erfahrung einbringen bzw. weitertragen.
Ich bin verheiratet und habe (mittlerweile) erwachsene Kinder.
Meine Philosophie
Es ist dieser enorme Spannungsbogen im Schnittmengenbereich von Sozialpädagogik, Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie, der mich seit nunmehr über 4 Jahrzehnten mit Engagement, Respekt und konstruktiver Neugier in die Lebenswelten einer ganz unterschiedlichen Klientel hineinführt, um in unterschiedlichen Begegnungsräumen, nämlich sowohl im Rahmen von Supervisionen und Fortbildungen als auch und vor allem im Rahmen der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie mit dem jeweiligen Gegenüber öffnende Ideen und weiterführende Gedanken- und Handlungsansätze zu entwickeln. Zum Ende der gemeinsamen Arbeit sollten also ergänzende oder neue Sichtweisen bzw. Lösungswege nicht nur aufgezeigt, sondern auch angenommen und begangen werden können, wobei die Stärkung vorhandener Ressourcen und die Selbstwirksamkeit immerfort im Mittelpunkt zu stehen haben.
Beruflicher Werdegang
- Seit 2017 Lehr- und Ausbildungspraxis für Kinder-und Jugendlichenpsychotherapeut:innen (Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) der Wiesbadener Akademie für Psychotherapie.
- Seit 2009 als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut niedergelassen.
- Seit 1996 als Supervisor in der Jugendhilfe, in Schulen, in psychotherapeutischen und klinischen Praxen und Einrichtungen tätig.
- Von 1990 bis 2018 Mitgründer und Mitarbeiter einer stationären pädagogisch-therapeutischen Einrichtung, die im Rahmen der Eingliederungshilfe (§35a KJHG) Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit psychischen Störungsbildern empfängt und einen vorübergehenden Ort zum Leben anbietet.
- Von 1989 bis 2012 Lehrbeauftragter am Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck.
- 1989 bis 1990 Mitarbeiter der Ö3-Kummernummer, ein Beratungstelefon des Österreichischen Rundfunks (ORF).
- 1986 bis 1990 „Gastarbeiter“ in der Kinder- und Jugendneuropsychiatrie am Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien (AKH) und auf der Heilpädagogischen Station der SOS Kinderdörfer Hinterbrühl (der sogenannten Asperger-Station) unter der Leitung von Prof. Dr. Walter Spiel; begleitendes Doktoratsstudium am Interfakultären Institut für Sonder- und Heilpädagogik der Universität Wien – Forschungsschwerpunkt: Pädagogische Verantwortung in der interdisziplinären Arbeit innerhalb der Kinder- und Jugendpsychiatrie.
- 1984 bis 1985 Nachbereitschaft auf der „Adoleszentenstation“ der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Tübingen (UKT)
- 1984 Diplom-Pädagoge (Dipl.-Päd.) - Thema der Diplomarbeit: "Die Sozialpädagogik als mögliches Integrationselement in der stationären Jugendpsychiatrie"
- 1979 bis 1984 Studium der Erziehungswissenschaften mit den Schwerpunkten:
- Sozialpädagogik / Lebensweltorientierte Soziale Arbeit
- Beratung
- Therapie
- Kinder- und Jugendpsychiatrie
u.a. bei Prof. Dr. Hans Thiersch (Lebensweltorientierte Soziale Arbeit) und Prof. Dr. Reinhart Lempp (Lehrstuhl für Kinder- und Jugendpsychiatrie) an der Universität Tübingen (UKT).
- 1981 bis 1984 Jahrespraktikant und im Anschluss daran studentischer Mitarbeiter auf der „Adoleszentenstation“ der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Tübingen (UKT).
- Studien- und berufsbegleitende Aus- und Fortbildung zum „Tiefenpsychologisch fundierten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten“ – Approbation 1999 erteilt durch die Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg.
- Studien- und berufsbegleitende Aus- und Fortbildung zum „Supervisor -ÖVS“ – Anerkennung 2004 durch die Österreichische Vereinigung für Supervision.